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Neue EU-Verordnung zu Amalgam

1. Juli 2018

Seit dem 1. Juli regeln neue Vorgaben die Indikationsstellung von Amalgam, seine Verwendung und die Entsorgung. 

Die neuen EU-Regelungen zur Verwendung von Amalgam entsprechen dem beschlossenen und umweltbedingten „Phase down“ und bedeuten Einschränkungen der Amalgamanwendung in der täglichen Praxis. Im Einzelfall stehen zur Versorgung Alternativmaterialien zur Verfügung, die jedoch techniksensitiver und aufwendiger in der Anwendung sind als Amalgam. Amalgam steht jedoch weiterhin zur Verfügung – und zwar bei den genannten Einschränkungen als Ausnahme und in allen anderen klinischen Situationen. Die Verantwortlichkeit des Zahnarztes hinsichtlich der Indikationsstellung für das Restaurationsmaterial bei jedem einzelnen Patienten bleibt auf jeden Fall erhalten. 

Die zahnärztlichen Standesorganisationen müssen geeignete Rahmenbedingungen mit den Kostenträgern und sonstigen politisch Verantwortlichen vereinbaren, um eine wissenschaftlich basierte und klinisch praktikable Umsetzung im Sinne einer optimalen Versorgung unserer Patienten zu ermöglichen. Basierend auf den Erfahrungen aus der zahnärztlichen Praxis bei der Realisierung der neuen Bestimmungen werden die hier gegebenen Empfehlungen zukünftig modifiziert und ergänzt werden müssen.

Wissenschaft und Industrie sind aufgefordert, neue Werkstoffe zu entwickeln, wie dies auch in der Minamata-Konvention gefordert wird. Wie beim Amalgam wird auch bei anderen Werkstoffen auf die Umwelt zu achten sein, was insbesondere bei Kunststoff-basierten Materialien die zukünftige Entwicklung bestimmen wird. Insofern wären auch gänzlich innovative Monomer-freie Ansätze wünschenswert.

Quelle: ZM-Online

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